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PETITION GEGEN DAS VERBOT ZUM ANBAU UND DER VERWENDUNG VON ARTEMISIA
PFLANZEN UND ANDEREN HEILKRÄUTERN IN FORM VON KRÄUTERTEES IN AFRIKA UND AUF
DER GANZEN WELT DURCH GEMEINSCHAFTEN, DIE UNTER EINFACHSTEN BEDINGUNGEN
LEBEN
Wir sind Akteure der ländlichen Entwicklung und aus humanitären Strukturen,
ehrenamtliche Arbeiter innerhalb unserer Kirchen, Forscher und
Ressourcenpersonen von Sozial- und Solidaritätsunternehmen, um armen und
benachteiligten Gemeinschaften bei der Anwendung landwirtschaftlicher
Techniken im Anbau und der Ernte pflanzlicher Produkte sowie der Förderung
von Rezepten unserer Großmütter zu unterstützen.
Wir mobilisieren, um unsere Unzufriedenheit auszudrücken über das Verbot
für den Anbau und die Verwendung von Artemisia-Pflanzen als präventiven und
heilenden Kräutertee gegen Malaria sowie auch von anderen Arzneipflanzen,
die zum Wohle einkommensschwacher Menschen in Entwicklungsländern dienen.
- In Anbetracht der Bedeutung der Erklärung von ALMA ATA im Jahr 1978;
- In Anbetracht der offenkundigen Ungleichheiten bezüglich der
Gesundheitssituation der Menschen sowohl zwischen Industrie- und
Entwicklungsländern als auch innerhalb der Länder selbst. Diese sind
politisch, sozial und wirtschaftlich inakzeptabel und daher ein Thema von
gemeinsamem Interesse für alle Länder;
- In Anbetracht dessen, dass indigene Völker Afrikas und der Welt in ihren
kulturellen Traditionen seit jeher die traditionelle und komplementäre
Medizin (TM/MC) für ihre medizinische Grundversorgung und ihr Wohlbefinden
nutzen;
- In Anbetracht des WHO-Strategiepapiers für traditionelle Medizin 2014 -
2023
- Unter Berücksichtigung von Punkt 7 des WHO-Strategiepapiers 2014 - 2023
zur Integration der traditionellen und komplementären Medizin in die
Gesundheitssysteme
- In Anbetracht des WHO-Berichts von 2002, in dem es heißt, dass 80 % der
Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara die traditionelle Medizin für ihre
medizinische Grundversorgung nutzen;
- In Anbetracht der Tatsache, dass fast alle Haushalte in ländlichen
Gebieten, Seeufer- und Stadtrand-Siedlungen in Entwicklungsländern unter
einem Dollar pro Tag leben und nicht über die entsprechenden finanziellen
Mittel verfügen, um Medikamente in der Apotheke zu kaufen;
- In der Erwägung, dass das Verbot von primärer Gesundheitsversorgung wie
durch unsere Vorfahren praktiziert zum Verschwinden der kulturellen,
gastronomischen und gesundheitlichen Identität der indigenen Völker in
Afrika und der Welt führt und die Menschenrechte in Afrika und der Welt
untergraben werden;
- In Anbetracht des im August 2008 in Genf veröffentlichten Berichts der
WHO-Kommission, in dem es um die sozialen Determinanten der Gesundheit
geht. Es wird dortvon notwendigen Maßnahmen im Gesundheitssektor
gesprochen, die das tägliche Leben verbessern sollen, d.h. die Umstände,
unter denen Menschen geboren werden, aufwachsen, leben, arbeiten und
altern.